Jagdschule Gut Grambow

Erst die Stille, dann der Genuss

Vom 16. bis 18. Oktober trafen sich insgesamt zwölf Jäger und Nichtjäger zu einem
„Gemeinsam Jagd erleben“-Wochenende auf Gut Grambow im Nordosten Deutschlands. Wir waren natürlich dabei …

Schon bei den Vorgesprächen sprangen die Jagdschule Gut Grambow und Waffenhersteller J. P. Sauer & Sohn begeistert mit auf, als die Initiatoren ihnen die Aktion vorstellten. Schließlich geht es um das positive Image der Jagd. „Raus aus der Anonymität, rein ins volle Leben. Denn zu verstecken haben wir Jäger nichts“, lautete daher das gemeinsame Credo.

So knallte dann die Ausschreibung vom ersten Tag auf der Homepage genauso wie in Facebook voll rein, schließlich winkte ein Jagdwochenende in den schönen Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns. Bis zum Ende der Ausschreibung bewarben sich über 900 Zweier-Teams – eben ein(e) Jäger(in) samt nichtjagendem Anhang – um die Teilnahme.

Auf zum Schiessstand und auf auf zum fröhlichen Jagen

Am Freitag, den 16. Oktober, trafen am frühen Nachmittag insgesamt zwölf bestens gelaunte Frauen und Männer von Anfang 20 bis 82 ein – sie starteten vom Schwarzwald aus, kamen aus Dresden, Kassel oder dem näher gelegenen Verden an der Aller. Gewiss lockte das schöne Gut Grambow genauso wie die Möglichkeit, einmal die neue Sauer-Repetierbüchse 404 auszuprobieren. Aber so richtig zog natürlich das gemeinsame Jagen, die Zubereitung der Beute samt Tipps und Tricks durch den jagenden Koch Stefan Liebler aus Blaubeuren. Auf dem Schießstand kamen auch die Nichtjäger ans „Gerät“ und merkten schnell, dass es gar nicht so einfach ist, einen sauberen Treffer zu platzieren. Abends rückten dann die Zweier-Teams unter Führung von Berufsjäger Wesley Henn und Inhaber Martin Lösch aus zum gut vorbereiteten Entenstrich. Knapp 20 Breitschnäbel lieferten die Brüste für das Sterne-Menüam letzten Abend.

Morgenstund hat Gold im Mund

Früh raus aus den Federn zur Schalenwildjagd zauberte nicht allen ein Lächeln ins Gesicht, denn nicht jeder hatte zeitig sein Bett gefunden. Trotzdem lagen ein Fuchs und mehrere Stück Rehwild, die am Vormittag zusammen mit den Enten noch unter der Anleitung von Stefan Liebler küchenfertig gemacht wurden. Er zeigte leicht nachvollziehbare Tricks fürs Zerwirken, für Rollbraten, Karree, Medaillons oder wie man gekonnt die Rippen verwertet. Während ein Teil sich abends wieder auf den Ansitz verabschiedete, heuerten Fans kulinarischer Genüsse kurzerhand in der Küche an, wo Liebler mit dem Grambow-Team am Menü zauberte. Andreas von der Schwäbischen Alb hat über seinen Lehrerkollegen Constantin Interesse an der Jagd gefunden. Beide waren schon auf dem Schießstand, heute morgen beim Fuchs war dann die gemeinsame Feuertaufe. „Ich war eher fasziniert und verwundert, als es hinter dem Fuchs staubte und ich dachte, der Consti hätte vorbeigeschossen. Doch der Fuchs lag!“ Eines ist Andreas schon länger klar: „Jäger sind keine schießwütige Truppe, sie haben eine tiefschürfende Kenntnis über die Vorgänge in der Natur.“ Darüber usste er bei Constantin von Anfang an staunen. Als bekennender Fleisch-Genießer weiß er, dass wer Fleisch essen will, nunmal dafür etwas töten muss. „Die Hälfte unseres Kollegiums versorgt Constantin schon mit Wildbret“, berichtet Andreas. Es hat sich in der sonst eher kritischen Lehrerschaft herumgesprochen, dass die Jagd bestes Fleisch auf den Tisch bringt. Und so steuerte der Abend auch dem kulinarischen Höhepunkt mit fünf Gängen entgegen – etwa Hirsch-Carpaccio, Entenbrust und was die mecklenburgischen Wälder sonst noch hergaben. Natürlich gaben die Teilnehmer vor der Kamera am knisternden Feuer des Kamins noch ihre Eindrücke von Jagd und Jägern zu Protokoll. Zu vorgerückter Stunden fiel dann auch so langsam die Spannung bei Küchenchef Stefan Liebler ab, der sich sein kühles Lübzer wahrlich verdient hatte.

Nach der Aktion ist vor der Aktion

Am Schluss waren sich alle Beteiligten so wie die Initiatoren von DJV und den dlv-Jagdmedien einig, dass die Aktion fürs erste Jahr schon erfolgreich gelaufen ist. Um 2016 mit frischen Ideen und gesteigertem Elan das Projekt „Gemeinsam Jagd erleben“ neu anzugehen.

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